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Martin Jahnke

Vita


Martin Jahnke wurde 1983 in Simmerath / Eifel geboren. Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter von acht Jahren bei Klaus Windolf, der ihm auch musiktheoretische Grundlagen vermittelte. Mit 14 Jahren wurde er als Geiger ins Landesjugendorchester aufgenommen, wo er über zehn Jahre teilnahm, später auch als Bratscher.

 

Mit der Entscheidung, ein Musikstudium zu beginnen, nahm er  im Alter von 17 Jahren Klavierunterricht bei Johannes Poth, der auch die ersten Kompositionsversuche begutachtete und das Komponieren förderte.

 

Mit dem Beginn des Lehramtsstudiums in den Fächern Musik an der HfMT Köln und Chemie an der Universität zu Köln im Oktober 2003 ergaben sich viele neue Möglichkeiten zur Kammermusik u.a. im „Agnesquartett“. Ergänzend zum Hauptfach Violine nahm er einige Semester Unterricht in Jazzvioline bei Michael Gustorff. 2011 schloss er das Lehramtsstudium mit dem ersten Staatsexamen für Gymnasien und Gesamtschulen ab.

 

Angeregt durch die musiktheoretischen Kurse im Lehramtsstudium insbesondere bei Wolfram Breuer, Martin Herchenröder und Friedrich Jaecker folgte 2007 der Beginn des Kompositionsstudiums im Fach „Künstlerischer Tonsatz“ bei Prof. Friedrich Jaecker, das er  im Sommer 2011 mit dem Diplom abschloss. Gleichzeitig begann er als Violinlehrer 2007 an der Musikschule Papageno e.V. zu unterrichten und führte dort Workshops in experimenteller Improvisation und Musiktheorie durch.

 

Seine vorwiegend instrumentalmusikalischen Werke für unterschiedliche Besetzungen vom Klaviertrio bis zum Sinfonieorchester wurden von verschiedenen Ensembles uraufgeführt, u.a. vom Landesjugendorchester NRW, der Sinfonietta 104, dem Agnesquartett und der Bonner Kammersinfonie.

 

Die Werke Martin Jahnkes sind geprägt durch eine polystilistische Kompositionsweise, in der das Spiel mit Klängen und Klangfarben sein wichtigstes Ausdrucksmittel ist. Seine Musik soll nie als Produkt theoretischer Konstruktion verstanden werden, sondern als Ausdruck und Erfahrung. Dabei spielen die Expressivität und Tragik eines Dmitri Schostakowitsch gleichermaßen wie die Innerlichkeit Morton Feldmans in die Suche nach der Klanggestaltung hinein.

 

Zur Zeit arbeitet Martin Jahnke als Lehrer für Musik und Chemie am Inda-Gymnasium Aachen.

 

Werke (Auswahl):


2005    

Nebelschwaden für Viola und Klavier

 

2006  

Capriccio und Fantasie für Streichorchester

Elomen für 7-stimmigen Frauenchor, nach einem Text von Hugo Ball (mit Magdalena Zimmermann)

 

2007     

Chinesische Impressionen für großes Orchester

Credo für gemischten Chor und Orgel (mit Magdalena Zimmermann)


2008    

Sinfonie Nr. 1 „Arven“ für Orchester

Streichquartett Nr. 1

 

2009

V für Schlagwerkensemble

Schatten für Flöte und Streichquartett

Sonnenwind für Ensemble

 

2010    

Trio Nr. 1 für Viola, Violoncello und Klavier

Der Kaukasus für Bariton und Streichquartett (nach einem Text von Caroline v. Günderode)

Ebene für Bariton und Schlagwerk (nach einem Text von Johannes Brobowski)

Rhapsodie für Viola und Orchester

 

2011    

„Schwarz und ohne Zucker“ Filmmusik für Sopransaxophon und Streichquartett zum gleichnamigen Kurzfilm von Onat Hekimoglu

Suche. Ziellos für Streichquartett, Streichorchester, Cembalo und große Trommel

Balz der Vögel im Morgentau für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

 

2013

Fanfare für Orchester  (Auftragswerk des VFL NRW für das Kinderorchester NRW)