Über_uns


Wir sind ein im Jahre 2012 in Köln gegründeter Verein junger Komponisten,
die es sich zum Ziel gesetzt haben, in ihren Kompositionen neben eigenen ästhetischen
Ansätzen auch solche des vergangenen Jahrhunderts zu reflektieren, die zum Teil allzu
schnell wieder verworfen oder nicht weiter verfolgt wurden.

Wir veranstalten und (mit)gestalten Konzerte – im Kölner Raum, aber auch außerhalb.
Wir sind neugierig auf das Land „jenseits des Tellerrands“. Zudem wollen wir ein Forum
auch für diejenigen Nachwuchskomponisten entstehen lassen, die aufgrund ihrer künstlerischen
Ausrichtung durch die etablierten Strukturen fallen. Weil wir nicht nur „die neue Musik“ im allgemeinen,
sondern auch und gerade ihre Macher fördern wollen – durch (Ur-)Aufführungen, Kontakte, Rat und Tat.
Wenn Ihr also Stücke habt, meldet Euch.

Wir möchten darüber hinaus verstärkt Kinder und Jugendliche auf die Neue Musik aufmerksam machen,
Berührungsängste nehmen und in die reichhaltige Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik einführen.
Alle Mitglieder unseres Kollektivs sind auch pädagogisch engagiert – an Musikschulen, Gymnasien,
an Hochschulen oder privat.

Falls Sie noch mehr über zeitKlang wissen wollen, Anfragen oder Anregungen haben,
kontaktieren Sie uns einfach!



Mitglieder:

Martin Brenne

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Martin Brenne wurde 1984 in Ahaus geboren. Von 1991 an erhielt er Violin- und Klavierunterricht,
spielte in diversen Orchestern und widmete sich auch der Kammermusik. Während dieser Zeit erfolgten
erste Gehversuche im kompositorischen Bereich - sein Interesse an dieser Form des musikalischen Ausdrucks
verstärkte sich während seines Lehramts-Studiums in Köln (Musik an der HfMT und Germanistik an der
Universität zu Köln ab 2005), weshalb er 2007 ebenfalls an der HfMT das Tonsatz-Studium bei
Prof. Johannes Schild begann. Seine Werke wurden unter anderem von der Literaturoper Köln,
dem Flora-Sinfonie-Orchester und dem Kammerorchester Bonn-Röttgen aufgeführt. Darüber hinaus
arbeitet er als Texter und Librettist für verschiedene Komponisten aus dem Kölner Raum.

WERKE (Auswahl):


 
Drei Männer in einem Boot. Vom Hund ganz zu schweigen. für Klavier
Die unbekannte Dritte für Streichorchester
Kammermusikalische Metamorphosen für Klavier, Violoncello, Viola, Violine und Trompete
Forschungen eines Hundes. Ein Singspiel nach Kafka.
Stücke für Chor nach Texten von Francesco Petrarca
Morgue (II) für Stimme und Klavier Liederzyklus




Martin Jahnke

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Martin Jahnke wurde 1983 in Simmerath / Eifel geboren. Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter
von acht Jahren bei Klaus Windlog, der ihm auch musiktheoretische Grundlagen vermittelte. Mit 14 Jahren
wurde er als Geiger ins Landesjugendorchester aufgenommen, wo er über zehn Jahre teilnahm, später auch
als Bratscher. Mit der Entscheidung, ein Musikstudium zu beginnen, nahm er im Alter von 17 Jahren
Klavierunterricht bei Johannes Pott, der auch die ersten Kompositionsversuche begutachtete
und das Komponieren förderte.

Mit dem Beginn des Lehramtsstudiums in den Fächern Musik an der HfMT Köln und Chemie an der
Universität zu Köln im Oktober 2003 ergaben sich viele neue Möglichkeiten zur Kammermusik, u.a.
im „Agnesquartett". Ergänzend zum Hauptfach Violine nahm er einige Semester Unterricht in Jazzvioline
bei Michael Gustorff. 2011 schloss er das Lehramtsstudium mit dem ersten Staatsexamen für
Gymnasien und Grundschulen ab.

Angeregt durch die musiktheoretischen Kurse im Lehramtsstudium insbesondere bei Wolfram Breuer,
Martin Herchenröder und Friedrich Jaecker folgte 2007 der Beginn des Kompositionsstudiums im Fach
„Künstlerischer Tonsatz" bei Prof. Friedrich Jaecker, das er im Sommer 2011 mit dem Diplom abschloss.
Gleichzeitig begann er als Violinlehrer 2007 an der Musikschule Papageno e.V. zu unterrichten und führte
dort Workshops in experimenteller Improvisation und Musiktheorie durch.
Seine vorwiegend instrumentalmusikalischen Werke für unterschiedliche Besetzungen vom Klaviertrio bis
zum Sinfonieorchester wurden von verschiedenen Ensembles uraufgeführt, u.a. vom Agnesquartett,
dem Landesjugendorchester NRW, der Sinfonietta 104 und der Bonner Kammersinfonie.

Die Werke Martin Jahnkes sind geprägt durch eine polystilistische Kompositionsweise, in der das Spiel mit
Klängen und Klangfarben sein wichtigstes Ausdrucksmittel ist. Seine Musik soll nie als Produkt theoretischer
Konstruktion verstanden werden, sondern als Ausdruck und Erfahrung. Dabei spielen die Expressivität und
Tragik eines Dmitri Schostakowitsch gleichermaßen wie die Innerlichkeit Morton Feldmann in die
Suche nach der Klanggestaltung hinein.
Zur Zeit arbeitet Martin Jahnke als Lehrer für Musik und Chemie am Inda-Gymnasium Aachen.


 
WERKE (Auswahl):

2005    
Nebelschwaden für Viola und Klavier
 
2006  
Capriccio und Fantasie für Streichorchester
Elomen für 7-stimmigen Frauenchor, nach einem Text von Hugo Ball (mit Magdalena Zimmermann)
 
2007     
Chinesische Impressionen für großes Orchester
Credo für gemischten Chor und Orgel (mit Magdalena Zimmermann)

2008    
Sinfonie Nr. 1 „Arven“ für Orchester
Streichquartett Nr. 1
 
2009
V für Schlagwerkensemble
Schatten für Flöte und Streichquartett
Sonnenwind für Ensemble
 
2010    
Trio Nr. 1 für Viola, Violoncello und Klavier
Der Kaukasus für Bariton und Streichquartett (nach einem Text von Caroline v. Günderode)
Ebene für Bariton und Schlagwerk (nach einem Text von Johannes Brobowski)
Rhapsodie für Viola und Orchester
 
2011    
„Schwarz und ohne Zucker“ Filmmusik für Sopransaxophon und Streichquartett zum gleichnamigen Kurzfilm von Onat Hekimoglu
Suche. Ziellos für Streichquartett, Streichorchester, Cembalo und große Trommel
Balz der Vögel im Morgentau für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
 
2013
Fanfare für Orchester  (Auftragswerk des VFL NRW für das Kinderorchester NRW)
 



Philipp Kronbichler

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Philipp Kronbichler (geb. 1980) stammt aus St. Pölten, Österreich und durchlief eine Ausbildung als
klassischer Konzertpianist in Salzburg, Wien und Köln bei Anton Czizek, Noel Flores und Klaus Oldemeyer.
In den letzten Jahren widmete er sich auch verstärkt der Kammermusik, sowie der Neuen Musik und
gründete zusammen mit der Kölner Pianistin Jovita Zähl das „pianoduo elaeis". Seit 2008 arbeitet er als
Lehrbeauftragter an der Kölner Musikhochschule und als Klavierlehrer an der Musikakademie Richert in
Köln/Mehrheim. Auftritte als Pianist und Komponist in u.a. in Wien, Salzburg, Köln und New York.

Bereits früh etablierte sich bei Philipp Kronbichler das Komponieren als zweiter künstlerischer Ausdruck,
das er 2004-2008 im Tonsatzstudium bei Prof. Friedrich Jaecker in Köln vertiefte.
Dort erhielt er auch entscheidende künstlerische Anregungen.

Kronbichlers Musik verbindet die Klangsinnlichkeit und den Humor der französischen Musik mit
kontrapunktischer Komplexität in der Reger-Nachfolge, sucht jedoch bisweilen auch die meditative
Ruhe und Einfachheit eines Morton Feldman oder Arvo Pärt. Als Komponist sucht er nach immer neuen
Wegen, diese divergierenden Standpunkte miteinander zu verbinden. Bisher entstanden vor allem
Klavier-, Orgel- und Kammermusikwerke


WERKE (Auswahl):


Werke für Klavier zu 2 Händen:
Etüde im II. Modus (2004)
Etüde im III. Modus (2005)
Fuge über B-A-C-H (2006)
Zirkelfuge (2007)
Enigma-Fuge (2008)
Toccata (2009)
Intermezzo quasi Fuga (2010)
Fuga Brevis (2010)
Minroud (2013)
 
Werke für Klavier zu 4 Händen/zwei Klaviere:
Danses (2009)
Variationen über ein Thema von Arvo Pärt (2012)
Sphinx für zwei Klaviere (2015)

Werke für Klavier zu sechs Händen:
Phantasie über ein Thema von Arvo Pärt (2009)
 
Werke für Orgel:
Chaconne über ein Thema von César Franck (2002)
Präludium, Passacaglia und Mediation (2003)
 
Werke für Violine und Klavier:
Kleine Sonate (2001)
Stille ist Klang ist Stille (2002)

Vokalwerke:
„Maria durch ein Dornwald ging" für (Mezzo)Sopran und Klavier (2004)
„Abschied" für Mezzosopran und Klavier (2007)
zeit-klang erlauschen (2013)
Nicht-mehren für gemischten Chor (2014)

Andere Besetzungen:
Streichquartett (2005)
Nocturne für Klarinette und Klavier (2015)
Fuga quasi toccata sopra un tema di Andreas Winkler (2017)
für Klavier, Violine und Tenorsaxofon




Peter Maxwell Land

SC Peter in Studio


Peter Land ist ein erfahrener Komponist und Pianist, der Konzerte in den USA, Kanada, UK,
Deutschland, Holland, Österreich und Portugal gegeben hat. Seit 2005 konzentriert sich Peter auf seine
Karriere als Komponist. Er hat Musik für mehrere Produktionen des Theaters 1000 Hertz geschrieben
und ist ein aktives Mitglied beim Kölner Komponisten-Kollektiv „zeitKlang".

Peters Musik folgt der amerikanisch minimalistischen Tradition von Steve Reich und John Adams.
Seine Vertonungen für Theater sind jedoch vielfältig und beinhalten Stile wie z.B. Sounddesign, Funk,
Hip-Hop und Rock. Während seines Tonsatz-Studiums an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz
erlernte Peter die Technik der Stilkopie verschiedener klassischer Traditionen von Renaissance
bis zur zeitgenössischen Musik.

Peter absolvierte zuerst ein Bachelor of Music-Studium in Piano Performance an der Lawrence University
Conservatory in Appleton, Wisconsin. Anschließend schloss er ein Postgraduate- und ein Master
of Music-Studium am Royal College of Musik und dem Trinity College of Music, beide in London, ab.
Er wurde 1979 in Chicago als Sohn eines britischen Vaters und einer peruanischen Mutter geboren und
spricht fließend Englisch, Deutsch und Spanisch. Peter lebt zur Zeit in Köln.

 

WERKE (Auswahl):

Renewable 2017 für Alt-Saxophon und Klavier

Bells 2016 für Mandoline und Mandola

Liebesthema für Kammerorchester 2016

Melusine, die Rheinnixe - Singspiel 2015 (Libretto: Matthias Burchardt)
UA durch den Kinderchor der Kinderuni der Universität zu Köln

Blue Debussy & Benesch 2015 für Kammerorchester

Renewable 2014 für Violine und Klavier

The Loop 2014 für Klavier solo

Der Schimmelreiter - nach Theodor Storm 2013 Komposition für ein Theaterstück*

Utopia Suite 2012 für Vibraphon, Harfe und Klavier

Utopia - Gesellschaft ohne Kapital? 2011 Komposition für ein Theaterstück*

Nemo 2011 für zwei Klaviere

Shakes 2010 für Klavier solo

Everest Geister - von Sven Lange 2007 Komposition für ein Theaterstück*

Die Narbe - Krimi für einen Schauspieler 2005 Komposition für ein Theaterstück*


*für das Theater 1000 Hertz





Andreas J. Winkler

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Andreas J. Winkler, geb. 1974 in Koblenz, begann seinen musikalischen Werdegang auf dem Klavier, das
lange Zeit sein Hauptausdrucksmittel war. Zur klassischen Musik gesellten sich bald Jazz und Rock, was in
eine über zehnjährige kreative Mitgliedschaft bei der Indie-Band „The Fluids" (1997-2008)
inklusive Touren in England und Spanien mündete.

2007-12 studierte er Komposition (Künstlerischer Tonsatz) bei Prof. Johannes Schild, 2008-11 außerdem
Musiktheorie (Pädagogischer Tonsatz) und Hörerziehung bei Prof. Friedrich Jaecker und
Burkhard Wepner an der HfMT Köln.

2014-16 war er Lehrbeauftragter für Musiktheorie bzw. Tonsatz, Gehörbildung und Analyse an der
Hochschule für Kirchenmusik der Ev. Kirche von Westfalen in Herford sowie an der HfMT Köln und der
HfM Würzburg. Seit Oktober 2016 ist er Senior Lecturer für Musiktheorie und
Gehörbildung am Salzburger Mozarteum.

Mit den ersten Kompositionen kam Andreas J. Winkler ziemlich früh „heraus", zunächst entstanden
Klavierwerke, dann kam es 1994 in Koblenz zur UA des Scherzo für Klavier und Orchester durch ein
Jugend-Projektorchester aus Petersburger und Koblenzer Musikern. Nach einer längeren bandbedingten
Pause wandte er sich ab 2004 wieder verstärkt der Kammer- und Vokalmusik zu und erlebte zahlreiche
UA seiner Stücke (u.a. Orchesterstück „Aber", Oper „Kein Wille geschehe", „Trois pièces lentes" in
Paris und Mannheim, UA des Klavierkonzerts im Juni 2015 mit Denis Ivanov und der Pitesti Filarmonia).
2012 gründete er mit Martin Brenne, Martin Jahnke, Peter Land und Philipp Kronbichler das Komponisten-
Kollektiv "zeitKlang", um der Kölner Neue-Musik-Szene eine neue und reichhaltige Facette hinzuzufügen.

„Kraft und Farbe" ist das musikalische Credo Winklers. Er versucht, seinen unüberhörbaren Jazz-Einschlag
mit Klängen à la Stravinsky und Berg sowie zunehmend polyphoner Komplexität in Einklang zu bringen
und entdeckt dabei manch umbetretenen Seitenpfad.


WERKE: (Auswahl)

Für Klavier:

Klaviersonaten, Preludes etc. (vor 2007)
Klavierstücke: Trias, Toccata, Etüde (2008)
Präludien und Fugen für Klavier (2010)
Suite für zwei Klaviere (2011)
Klaviersonate (2015)
Prolegomena für Klavier zu vier Händen (2015)

Für größere Besetzungen:

Scherzo für Klavier und Orchester (1994)
„Stück für Orchester“ (2008)
Arrangement: D. Schostakowitsch, Klaviersonate h-Moll, op. 61, für großes Orchester (2009)
Größter Teil der Filmmusik zu TAUWETTER (Regie: Philipp Hönig, 2010)
Petite Suite
(zwei Fassungen: mittleres Orchester, 2009; als „Trois pièces lentes“ für Streichensemble ,2012)
„Aber“, Komposition für Orchester (2010)
Orchesterlieder „Wiederkehr der Schwalben“ nach Gedichten von Sabine Bergk (2013)
Klavierkonzert (2014)

Kammermusik und Lieder:

„Verzweiflung, Tod und Auferstehung“ (Phantasie für Violine und Klavier, 1994)
Oktett für Bläser und Streicher (2007)
II. Streichquartett (2009)
Regenlieder (Klavier + jeweils Flöte/Klarinette/Oboe) (2010)
III. Streichquartett (2010)
„Dialog“ für Violoncello und Klavier (2010)
Lieder nach Ingeborg Bachmann (2011)
Klavierquintett (mit Holzbläsern; 2014)
Solosonate für Violine (2012)
IV. Streichquartett (2012)
V. Streichquartett (2012)
Neue Lieder nach Rilke (2013)
„Großstadt-Elegie“ für drei Stimmen und Klavier (2013)
„38-7“ für Violine, Cello, Klarinette und Klavier zu vier Händen (2014)
„Lieder mit B“ (2014)
VI. Streichquartett (2014)
„Triptychon“ für Klavier, Saxofon und Violine (2015)
„Sommergesichter“, Zyklus für Sopran und Streichtrio nach Gedichten von Sabine Bergk (2015)
„Romantische Suite“ für Mezzosopran und Streichquartett (2016)
Streichtrio (2017)
„Was Kleines“ für Saxofon und Klavier (2017)

Bühnenwerke:

Oper: „Kein Wille geschehe“ (Libretto: Andreas Winkler, 2010)
Kinderoper „Rumpelstilzchen“ (Libretto: Martin Brenne, 2012)
Kammeroper „Die Verwandlung“ (Libretto: Andreas Durban, nach Franz Kafka, 2013)




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